ProfilWer ein richtiges Profil hat, der hat gute Haftung, kann rechtzeitig Bremsen und bleibt in der Spur, wo andere ins Schleudern kommen. Was für Reifen und Schuhe gilt, das ist beim Leben als Christ nicht anders. Die Grundsätze des EC sind so ein Profil, das dem Glauben Antrieb, Halt und Sicherheit gibt. Unser Profil sieht so aus:

1. Entschieden für Jesus Christus

Persönliche Hingabe, offenes Bekenntnis und christusgemäße Lebensgestaltung
Die meisten Christen, Junge und Alte, haben Probleme mit der Gestaltung ihres Lebens - man nannte das früher auch "Heiligung des Alltags". Anliegen wie "Stille Zeit", "Liebe deinen Nächsten", "Zeugnis geben" bereiten nicht wenigen Christen ein schlechtes Gewissen. Das scheint veraltet oder stressig, das lehnen wir ab, aber wir wissen dabei genau: Wie wir leben, ist auch nicht richtig! Aber wie kann es denn richtig werden? Was hilft mir zu persönlicher Hingabe, zu einem offenen Bekenntnis und zu einem mit Jesus gestalteten Tag? Dieser Frage müssen sich unsere Jugendkreise aussetzen, denn darum geht es im EC. Wie können wir durch unsere Jugendstunden, durch unsere Mitarbeit anderen helfen, ein Leben mit Jesus zu führen - und das nicht nur theoretisch.

2. Verbindliche Zugehörigkeit zur örtlichen Gemeinde

Aktive Beteiligung am Leben und Dienst der EC-Jugendarbeit und der Gemeinschaft bzw. Gemeinde
Verbindlichkeit ist Ausdruck der Tiefe einer Beziehung! - Kannst du diesem Satz zustimmen? Warum? Warum nicht? Wenn ich an Freundschaft, Verliebtsein und Ehe denke, dann erscheint mir dieser Satz nur die Beschreibung einer Tatsache zu sein. An dem, wie sich Menschen verbinden, sehe ich, wie tief ihre Beziehung ist. Verbindliche Zugehörigkeit ist das zweite Ziel, der zweite Grundsatz in einer Jugendvereinigung, die sich "Entschieden für Christus" nennt. Kein Christ kann auf die Dauer als Einzelkämpfer überleben, das wissen die Meisten, aber dass Grundsätze an dieser Stelle Überlebenshilfe sein möchten, das ahnen die Wenigsten. Jugendarbeit muss so geplant und gestaltet sein, dass sie jeden mit ins Team hinein nimmt, weil alle wichtig sind. Ohne verbindliche Zugehörigkeit der Organe und Gliedmaßen wäre kein Körper eines Menschen lebensfähig. Deshalb ist es gut, wenn wir in unserer Arbeit darauf abzielen, dass jeder fest dazugehören kann und seine Gaben in diesem von der Liebe geschützten Bereich entfalten kann. Da werden Mitarbeiter ausgebildet und zur Mitarbeit befähigt. Wozu? Damit diese Welt nicht bleibt, wie sie ist.

3. Sendung in die Welt

Missionarischer, diakonischer und sozialer Dienst für Christus im täglichen Leben
Sendung in die Welt - heißt, dass man auf ganz unterschiedliche Weise Menschen die Liebe Gottes bezeugt. Das kann durch Evangelisation, soziale Projekte oder einfach durch die Ausstrahlung seiner Mitglieder geschehen. Keiner, auch keine Jugendarbeit ist nur für sich da, sonst geht sie an sich selbst kaputt. Deshalb ist der dritte EC-Grundsatz nicht unser missionarisches Feigenblatt (nach dem Motto - "wir eben auch!"), sondern Ausdruck geistlichen Lebens!

4. Verbundenheit mit allen Gliedern der Gemeinde Jesu Christi

Förderung lebendiger Gemeinschaft unter allen, die an Jesus Christus glauben.
Die Grundsätze sollen uns erinnern, wie wir Jugendarbeit gestalten müssen. Aber sie erinnern auch: Wir sind nicht die einzigen. Das Reich Gottes ist nicht allein der EC! Identität ist nicht, wenn man anderes negieren muss, um seine eigenen Schwachstellen zu verbergen. Das haben wir auch nicht nötig. Wir sind mit anderen verbunden. Wir gehören zusammen. Wir sind zwar verschieden, aber wir bilden eine Einheit. ...grundsätzlich nicht schlecht, die Idee mit den Grundsätzen, aber: "Es kommt drauf an, was man draus macht" - Beton oder Brücken?